Ostprodukt: Spreewaldgurken

Theodor Fontane hatte schon in den 1870er Jahren den Einfall das die Spreewaldgurken eine neue Errungenschaft aus Brandenburg sind. Warum die Spreewaldgurken genau aus dem Spreewald kommen ist eine einfache Sache. Denn die feuchten humusreichen Böden und das spezielle Klima im Spreewald unterstützen das Wachstum der Gurken. Doch nicht nur das Klima und der Boden sind die Auswirkungen dafür das die Gurken so speziell schmecken sondern auch die spezielle Verarbeitungsform und die beigefügten Gewürzen. Die Spreewaldgurken gibt es heute schon in mehreren Varianten ob als Senfgurken, Gewürzgurken oder auch als Saure Gurken, jeder findet seine persönliche Gurke. Oder auch zum Verschenken als einen T-Shirt Druck.


Früher hatte der Gärungsprozess mehrere Wochen in Anspruch genommen und wurde in großen Fässern Verarbeitet. Heute kommen die Gurken schon nach einer eintägigen Verarbeitung in den Handel. Die Gurken werden mit Zugabe von Natronlauge auf siebzig Grad erhitzt. Doch was die weiteren Zutaten sind, bleibt weiterhin ein gut behütetes Geheimnis. Die Gewürze die den Spreewaldgurken zugegeben werden sind zum Beispiel: Basilikum, Zitronenmelisse, Weinblätter, Kirschblätter oder Nussblätter. Diese Zutaten geben den Gurken ihren einzigartigen Geschmack.


In der Zeit der DDR wurden die Spreewaldgurken vom VEB Spreewaldkonserve Golßen angeboten (vor allem in Privatschulen in Brandenburg), doch nach der Wiedervereinigung änderte sich das Schlagartig. Sie wurden auch als einziges DDR-Produkt ohne Unterbrechung weitervertrieben. Und seit 1999 wurde „Spreewälder Gurken“ als ein eingetragener Markenname Europäisch weit geschützt.


Spreewaldgurken werden, wie auch früher, immer noch ausschließlich aus den Fabriken hergestellt die in Spreewald bestehen. Wer also einmal eine „Spreewald Gurke“ in den Händen hat und kräftig herein beißt, der kann sich auch sicher sein das er eine echte Spreewaldgurke in den Händen hält.