Ostprodukt: Die Einführung der D-Mark

Im Jahr 1948 wurde die Deutsche Mark eingeführt und die Reichsmark abgeschafft. In der Sowjetischen Besatzungszone in Deutschland wurden nun ganz viele Reichsmarkbestände in großen Mengen gebracht. Hier war die Reichsmark nämlich noch Zahlungsmittel und dies führte zu einer plötzlichen Inflation. Bei der Inflation wurden die Bargeldbestände in Ostdeutschland wertlos und das geschah ganz plötzlich über Nacht. Man könnte jedoch als Notlösungen seine Reichsmarknoten umtauschen, gegen Wertmarken im Wert von 70 Reichsmark. Diese wurden im Volksmund auch „Klebemark“ benannt, da die sowjetischen Behörden die Reichsmarknoten einfach überklebt hatten. Nur diese Klebemarken konnte man dann später am 24.Juli 1948 in Deutsche Mark umtauschen.

Da die DDR immer gerne Namen benutzte in denen „…der DDR“ vorkam, benannten sie auch die Mark zur Mark der DDR. Bei den Westbürgern wurde die Mark aber nur Scherzhaft Ost-Mark genannt. Bis in den 80er Jahren rein hatte die „Ostmark“ noch die Bezeichnung Deutsche Mark wurde aber nach und nach immer mit anderen Münzen ausgetauscht die nur den Schriftzug „Mark“ drauf hatten.

Mauerfall und Währungsunion

Nachdem die Mauer gefallen ist wollten nun alle ihre Ostmark umtauschen und so bildeten sich in den illegalen Marktkurse von 1:10, aber schon nach kurzer Zeit pendelten die sich zu einem Verhältnis von 1:5 ein. Nach der Wiedervereinigung konnte man nicht nur die Ostmark in D-Mark umtauschen, sondern auch andersherum. Man konnte auch die D-Mark in Ostmark umtauschen. Man konnte nun auch in der DDR westliche Güter kaufen unter anderem waren da west – Kaffe und Bananen. Der feste Kurs war hier 1:3.

Der Umrechnungskurs der Löhne oder auch der laufenden Kosten wie Miete, Strom und Wasser wurden 1:1 gewechselt. Dies führte zu einer deutlichen Preiserhöhung, vor allem bei den Gütern, bei denen an den Tagen die staatliche Subventionierung wegfiel. In den Wochen der Währungsunion horteten viele Bürger ihr Kleingeld, denn die Bundesbank hatte anfangs nicht genügend Hartgeld zur Verfügung. Deswegen waren auch in vielen Territorien der DDR viele DDR-Münzen bis zu 50 Pfennig weiterhin gültig. Auch heute noch findet man in einigen Haushalten noch Pfennigstücke oder auch Papiergeld der DDR-Mark. Für viele ist es einfach nur ein Erinnerungsstück an die (guten) alten Zeiten.