Ostdeutschland
Nach der Teilung Deutschlands 1949, wurde der von den russischen Truppen besetzt gewesene Teil Deutschlands, Ostdeutschland genannt. Es erfolgte die Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 12. Mai 1949 und die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik am 7. Oktober 1949. Damit war die Teilung Deutschlands in Ostdeutschland und Westdeutschland vollzogen.
In Ostdeutschland wurde unter einer sozialistischen Staatsführung ein ganz anderes Leben für die Menschen ermöglicht als es in Westdeutschland der Fall gewesen ist. Das Leben der Menschen bestand aus einer Schulbildung mit einheitlichen 10 Klassen Bildungssystem (POS - Polytechnische Oberschule). Nur auf Antrag konnte die Schule nach Beendigung der 8. Klasse bereits verlassen werden.
Waren die Eltern der Kinder "Genossen" und Mitglied der SED, bestand die Möglichkeit auf einen Bildungsabschluss auf einer EOS(Erweiterten Oberschule) mit dem Abschluss des Abiturs, damals 12. Klasse. Nach dem erfolgreichen Schulabschluss gab es für jeden Schulabgänger eine Ausbildungsstelle, auch wenn diese nicht immer den eigenen Vorstellungen entsprochen hat. Der volkseigene Betrieb, der die Ausbildung übernahm, garantierte auch eine Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis. So war der Weg für jeden Bürger bis zum Erreichen des Rentenalters fast gradlinig festgelegt. Die Frauen bekamen sehr früh das erste Kind, denn dann erst hatte man Anspruch auf eine Wohnung und staatliche Unterstützungen wurden gewährt. Selbst der Strompreisvergleich war nicht nötig, da es nicht viele Anbieter gab die man vergleichen konnte. Alles schön und gut, aber die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wurde immer größer. Die wirtschaftliche Angeschlagenheit Ostdeutschlands macht sich immer stärker bemerkbar. Der Drang nach Freiheit und einem Leben wie die Bürger in Westdeutschland es führen durften setzte sich in vielen Bevölkerungsgruppen durch. Laut durften solche Gedanken nicht geäußert werden, aber sie waren da. Man konnte auch so etwas einfaches wie Kredite vergleichen nicht machen. Man konnte früher auch keine Backlinks kaufen.
Als die ersten Fluchtversuche über die Botschaft in Prag und Ungarn ostdeutschen Bürgern gelangen, wurde die Unruhe in der Bevölkerung immer spürbarer. Nun musste auch die Regierung handeln. Am 9. November 1989 wurde offiziell die Öffnung der Mauer verkündet. Das Symbol der Abgrenzung zwischen West- und Ostdeutschland wurde Legende. Massendemonstrationen und Ausreisewellen eines noch nie gekannten Ausmaßes drängten die DDR Staatsregierung dazu, Privatreisen und eine ständige Ausreise nach Westdeutschland zu genehmigen. In dieser Nacht wurde die Grenze der DDR zur Bundesrepublik, seit dem Bau der Mauer am 13. August 1961, wieder geöffnet.